Das Ökomuseum des Tals der Aït Bougmez
Im Herzen des Tals der Aït Bougmez bietet das Öko-Museum ein wertvolles Fenster in die Kultur, Geschichte und den Alltag der Amazigh-Gemeinschaften. Konzipiert als Ort der Weitergabe, versammelt es Objekte, Know-how und Geschichten, die von der tiefen Beziehung zwischen den Bewohnern und ihrem Territorium zeugen. Hier erzählt jedes Stück von einer Art zu leben, zu bauen und zu kultivieren und lädt den Besucher ein, ein authentisches und lebendiges Erbe zu entdecken.

Gedächtnis des Tals
Ein Land der Geschichte und des Know-hows

Eingebettet im marokkanischen Hohen Atlas ist das Tal der Aït Bougmez, auch das glückliche Tal genannt, die Wiege der Berberstämme der Berge. Etwa vier Stunden von Marrakesch entfernt, erstreckt es sich über fast 30 km zwischen 1.800 und 2.200 Metern Höhe, umgeben von Gipfeln wie dem Wawgoulzate und dem M’Goun, dem zweithöchsten Gipfel Marokkos.
Das Tal beherbergt mehr als 15.000 Einwohner, verteilt auf etwa zwanzig Dörfer. Im Herzen dieses Mosaiks des Lebens verkörpert das auf 2.100 Metern gelegene Dorf Zawyat Oulmzi die Seele des Tals: Gastfreundschaft, Einfachheit und Verbundenheit mit der Erde.

Ein Ort des Eintauchens und der Weitergabe
Untergebracht in einem alten Bauernhaus, das mehr als zwei Jahrhunderte alt ist, lässt das Ökomuseum den Besucher in den Alltag der Berber eintauchen.
Frauen weben traditionelle Teppiche, der Dorfführer teilt sein Wissen und einen Minztee, während die Stimmen der Nachbarn um die Lehmwände hallen.
Als wahrer Ort der Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart bietet das Ökomuseum ein aufrichtiges Eintauchen in die Amazigh-Kultur.Eine Erfahrung des Zuhörens, des Austauschs und der einfachen, menschlichen Entdeckung, die tief im Tal verwurzelt ist.

Von der Idee zur Eröffnung
Das Ökomuseum Tal der Bougmez ist zunächst ein etwas verrücktes Projekt.
Geboren im Dorf Zawyat Oulmzi, dem letzten und zweifellos authentischsten des Tals, entstand es aus dem Wunsch, einen Ort der Begegnung zwischen den Bewohnern von hier und den Besuchern von anderswo zu schaffen. Das Ziel war immer klar: das uralte Know-how und die Berberkultur aufzuwerten und einen gemeinsamen Stolz auf diese gemeinsame Identität zu wecken, um sie weiterzugeben und Anerkennung zu finden.
Aber in diesen Landen wird das Abenteuer gemeinsam erlebt. Es hätte ohne ein leidenschaftliches und eng verbundenes Kollektiv nicht das Licht der Welt erblicken können: Saïd, Pauline, Ahmed, Claire, Brahim sowie die Bewohner von Zawyat Oulmzi, alle Akteure desselben Traums.
Titel Die Entstehung des Ökomuseums erfolgte in drei Phasen:
- April bis Juli 2015 — Renovierung des Hauses, Sammeln von Objekten und museografische Ausarbeitung: Auswahl der Themen, der Präsentationsmedien und der pädagogischen Werkzeuge.
- August 2015 — Einrichtung und Szenografie: Aufbau der Ausstellungsräume und Auswahl der Inhalte, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln sollen.
- September 2015 — Einweihung und offizielle Eröffnung des Ökomuseums Tal der Bougmez für Besucher.
